23. Dezember 2012

Der Tag vor Heilig' Abend (23. Dezember)

Auf der Suche nach dem Christkind

Dunkle Nacht; nirgends ein Licht – der Wind streicht meine Wange
Die Kälte fährt mir ins Gesicht – um`s Herz ist mir so bange
So schreit ich durch den knisternd Schnee – kein` Zeit darf ich verschwenden

Und zugefroren liegt der See – hier meine Schritte enden…..
Ich hör` mit Andacht dann ins Schweigen – bei jedem Laut erreget
Die nächste Weil` - sie wird es zeigen –

ob es mir heut` begegnet??

Das CHRISTKIND will ich heute finden
 im dunk`len, düst`ren Tann
Ich möchte ihm ein Licht anzünden
damit`s mich besser finden kann

Nicht Gaben wollt` ich, dass es bringe
 ich möcht`s nur etwas fragen
Das es mir rechte Antwort bringe
sonst müsste ich verzagen






Warum, so denk` ich, kann es sein – nur einmal alle Jahr`
Dass alle Welt – ob groß, ob klein – erkennet die Gefahr??
Man spricht von Stille; spricht von Frieden

den man sich so erhofft
Doch über`s Jahr ist man hienieden

des Bruders Teufel oft

Wenn ich es seh`; ich würd` es bitten
für manchen hier auf Erden
Es müsst` entzweigegangnes kitten

und lindern die Beschwerden
Es müsste Gast sein, bei dem der einsam

und seinen Tag erheitern
Es müsste sehn, dass sie gemeinsam

den Horizont erweitern

Es müsste heilen, den der krank – und Hochmut sollt` es brechen
Es müsste schlichten jeden Zank – und stärken alle Schwächen
Es müsste mit den Kindern lachen – und sie darauf einschwören
Dass sie den Eltern Freude machen – auf deren Ratschlag hören

Es stünd` den Liebenden zur Seite – so ist es doch gewollt;
Es wünscht, dass man den alten Leuten – Respekt und Ehre zollt
Den Eheleuten wird es sagen – „Es ist nicht alles Gold was glänzt“
D´ rum sollen sie sich stets vertragen
Gemeinsamkeit ist nur begrenzt

Ein` Rat auch an die Politik – die Frieden stets beschwöret
die Angst vor`m Kriege im Genick – auf Volkes Stimme höret
Ach, Leute – was erzählt ich ihm – hätt` ich es nur gefunden,
Die Fragen hin und her und hin – die dauerten gar Stunden Doch horch…!

Ich glaub` es ist soweit – ich hör` ein leises Raunen
Und dieses Licht nun, weit und breit – erfüllet mich mit Staunen
„Wer bist Du, fragt es wundersam – dass Du mir hier begegnest?“–

„Ein Wand`rer, Herr, der nur her kam – damit Du ihn hier segnest!“

(Paul Henkes / Anno 1985/2006)
 
 
 
 
 
Der Tag vor dem Heiligen Abend - der 4. Adventsonntag, wie schnell die Adventzeit doch vorrüber gegangen ist, man mag es kaum glauben schon brennen alle vier Kerzchen am Adventkranz friedlich vor sich hin. Was möchten sie uns heute sagen? Möchten sie uns auf den heiligen Tag morgen einstimmen und uns zur Einkehr bringen?
 
 
 
Es war still im Raum, jede der 4 Kerzen flackerte vor sich hin.
Plötzlich hörte man, wie die Kerzen zu reden begannen.
 
Die erste Kerze seufzte und sagte: "Ich heiße Frieden.
Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden. "
Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.
Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße Glauben.
Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen.
Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne."
Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.
Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort.
"Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen. "
Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.
 
Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte:
"Aber, aber, Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!" Und fast fing es an zu weinen.
Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort.
Sie sagte: "Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung."
Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von der Kerze der Hoffnung und zündete die anderen Lichter wieder an.
 
 
 
Meine lieben Leser und Leserinnen ich wünsche Euch einen
 
stimmungsvollen 4. Adventsonntag, erfüllt mit viel Vorfreude auf
 
den wohl schönsten Tag im Jahr den
 
morgigen HEILIGEN ABEND!
 
 
Im 24. Türchen lest ihr von mir morgen aus dem Lukasevangelium die Weihnachtsgeschichte untermalt mit noch einigen schönen Bildern.
 
Danke schon einmal für Eure zahlreichen, lieben Worte und Zeilen die ihr mir täglich zu jedem Türchen hinterlassen habt, dass zeigt mir wie sehr Euch mein "Adventkalender" bisher gefallen hat - schön so tolle Leser und Leserinnen zu haben *Herzchen hüpft*
 
Wenn wir zwar morgen das letzte "offizielle" Türchen am Adventkalender öffnen, geht es bei mir frisch und munter weiter, denn auch die Tage nach dem 24. Dezember haben jeder an sich eine besondere Bedeutung, hinter denen schöne Bräuche und Rituale zu finden sind. Angefangen von den beiden Weihnachtsfeiertagen bis hin zu den 12 Rauhnächten ect....
 
Lasst Euch überraschen und habt weiterhin viel Freude beim Mitlesen.
Ich freue mich immer sehr über Eure schön geschriebenen Zeilen :-)
 
Eines meiner Lieblingsbilder in der Adventszeit, wenn der Christbaum nach alter Tradition zusammen mit den Kindern im Wald ausgesucht wird und mit voller Vorfreude durch tief verschneite Felder nach Hause getragen wird...



Herzlich Eure

Farbenzauberin
 
 


 

Kommentare:

  1. Beautiful Christmas card and a nice story.
    I wish you and your loved ones a very happy Christmas and especially a very healthy 2013.
    Have a nice Sunday, Irma

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  2. Liebe Farbenzauberin, ein wunderbare Geschichteist heute hinter deinem Türchen versteckt. Eine Geschichte, die zu Herzen geht.

    Ich wünsche Dir einen bezaubernden 4. Advent, mit vielen schönen Stunden.

    Liebe Grüße
    Angelika

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