24. März 2013

Von Palmkatzerln und goldbraunen Korbweiden...

... davon gibt es heute und hier zu Lande eine ganze Menge zu sehen, denn wir feiern heute den Palmsonntag, der wichtigste und bedeutendste Brauch vor Ostern.
Er symbolisiert den letzten Sonntag der 40-tägigen Fastenzeit und leitet die "Karwoche" oder auch "Stille Woche" ein.

Quelle: www.meinekleine.kleinezeitung.at


Eine alte Tradition besagt, dass die Palmbuschen die heute von den Leuten in die Kirche zur Weihe getragen werden noch vor Sonnenaufgang am vergangenen "Schmerzhaften Freitag" gebunden werden müssen.
Vielerorts versammeln sich dazu alte und junge Leute auf urigen Bauernhöfen in denen es noch die beschaulichen Rauchstuben gibt. Dort wartet bereits ein Haufen Weidenzweige, die von "gerade" bis "krumm" gewachsenen Ästen alles zu bieten haben- es fällt schwer sich für die passenden Zweiglein zu entscheiden.

Quelle: Servus in Stadt und Land

Die fertigen Werke können noch mit bunten Bändern geschmückt werden, der Brauch besagt "Violett" für die Trauer und "Gelb/Orange" für die Freude. In vielen Gemeinden hängt man auch Fastenbrezeln oder Äpfel an den Palmbuschen.

Sehenswert:  http://www.kleinezeitung.at/kaernten/3273558/palmbuschenbinden-fuer-ostern.story


Sind sie erst einmal fest zusammengebunden, steckt man immergrüne Zweige von grünen Buchsbaum, Segenbaum oder Wacholder dazwischen. Für echte Könner steht dann noch eine Arbeit an, die viel Geschick erfordert, nämlich die Stängel der Zweige mit einem kunstvoll geflochtenen Weidenzweig zu versehen. Das ist eine ganz eigene und alte Technik die nicht mehr viele beherrschen, aber wenn sich jemand die Mühe macht und so ein Werk vollbringt sieht es sehr schön aus.

Quelle: www.arge-naturschutz.at


Am darauffolgenden Palmsonntag werden die Büscherl die von sehr klein bis zu ganz groß reichen zur Kirche getragen wo die Palmweihe stattfindet - ein heidnischer Osterbrauch.

Die geweihten Palmbuschen sollen, verteilt in jeder Ecke,  Unheil von Haus und Hof fernhalten. Für eine fruchtbare Ernte werden sie in Felder eingesteckt und vergraben und in den Rauhnächten dienen die geweihten Zweige als wichtige Beigabe zum Räucherwerk um den Segen auszuweiten.

Das Palmbuschenbinden, die Palmweihe,der Palmumzug und die Messe sollen uns also an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem vor seiner Hinrichtung erinnern, als das Volk dem Messias zujubelte und ihm zu Ehren Kleider ausbreitete und grüne Palmzweige streute. Solche Palmen wurden damals als heilige Bäume verehrt und sind Sinnbild des Lebens und des Sieges.




Ein TV-Tipp für Interessierte (und vor allem Österreicher) ist heute ein kurzer Beitrag auf ORF um 16.05 Uhr mit dem Titel "Magische Ostern in Innsbruck" und
 im Abendprogramm auf NDR um 20.15 Uhr "Mein schönes Land" (mit Osterdekorationen und Co.)


Wer nun noch Lust bekommen hat die Geschichte zu hören, wie sich damals der Einzug in Jerusalem zugetragen hat der darf noch weiterlesen :-)



Leidensgeschichte (Passion) aus dem Heiligen Evangelium nach Markus, 11,1-11  

Der Einzug in Jerusalem


Als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage und Betanien am Ölberg, schickte er zwei seiner Jünger voraus. Er sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das 
vor euch liegt; gleich wenn ihr hineinkommt, werdet ihr einen jungen Esel angebunden 
finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los, und bringt ihn her! 
Und wenn jemand zu euch sagt: Was tut ihr da?, dann antwortet: Der Herr braucht ihn; 
er läßt ihn bald wieder zurückbringen. Da machten sie sich auf den Weg und fanden 
außen an einer Tür an der Straße einen jungen Esel angebunden, und sie banden ihn los. 
Einige, die dabeistanden, sagten zu ihnen: Wie kommt ihr dazu, den Esel loszubinden? 
Sie gaben ihnen zur Antwort, was Jesus gesagt hatte, und man ließ sie gewähren. 
Sie brachten den jungen Esel zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier und er 
setzte sich darauf. Und viele bereiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere 
rissen auf den Feldern Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. 
Die Leute, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna! 
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei  das 
Reich unseres Vaters David, das nun kommt. Hosanna in der Höhe!
Und er zog nach Jerusalem hinein, in den Tempel. 



aus dem Evangelium nach Markus 11,1-11





Schönen Palmsonntag wünscht 

Eure Farbenzauberin

Kommentare:

  1. Du Liebe,
    ein wundervoller Post!!!
    Komme gerade mit unserem Jüngsten aus der Kirche, er spielte beim Einzug den Lahmen, der von Jesus geheilt wird.
    Einen gesegneten Sonntag und liebe Grüße,
    Barbara

    AntwortenLöschen
  2. Vielen lieben Dank für deinen super tollen Post.
    Ich finde es sehr interessant
    Liebe Grüsse von Sylvia

    AntwortenLöschen
  3. Das haben wir heute auch schon gemacht :)
    Toller Post!!
    GLG♥Doris

    AntwortenLöschen
  4. Vielen Dank für deinen tollen Beitrag!!!
    Liebe Grüße
    Angela

    AntwortenLöschen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...