5. Juni 2013

Wetterextreme und die heile Welt in der Südsteiermark

Das Wetter hierzulande spielt zur Zeit wohl wirklich verrückt - es gibt nichts mehr außer Regen, Regen und was war das noch mal??? AJA, REGEN!!!

Kein Wunder, dass unser Land genauso wie unsere Nachbarländern in diesem Mai nach 11 Jahren wieder eine Jahrhundertflut erlebt- die Bilder davon haben wohl schon alle gesehen!
Wir in Kärnten können uns in dieser Sache ja noch einigermaßen zu den Hochwassersicheren Zonen zählen, weil wir uns fernab von so großen Flüssen befinden, die zu solch reißenden von bis zu 15 Meter hohen Strömungen werden können.

Zwar können auch unsere beschaulichen Flüsse zu richtigen Naturgewalten werden, was auch fast jedes Jahr einmal vorkommt, aber niemals in einem solchen Ausmaß wie in den Gebieten in Salzburg, Ober- & Niederösterreich.

Naja, aus heiterem Himmel kommt das ganze ja nicht - vom Himmel zwar schon aber dort aus dicken, dunklen Regenwolken die Tag ein Tag aus über uns hinwegziehen.
Ein kleines Blinzeln der Sonne ist schon eine ziemliche Seltenheit geworden.
Da gibt es auch recht wenig Möglichkeiten irgendwo zu guten Fotos zu kommen, denn das Grau in Grau sieht jeder selber vor dem Fenster, da lass ich meine Kamera lieber in der Tasche.

Einen Tag hat es aber in der vergangenen Woche gegeben, an dem man nicht schon in aller Früh den Regenschirm aufspannen musste und so haben wir den Tag genutzt und uns zu einen Ausflug in die Südsteiermark entschieden.


Unsere Reiseroute führte uns vom Lavanttal ausgehend über die Weinebene in die grüne Steiermark, durch das Sulmtal in dem ähnlich der südsteirischen Weinstraße sehr viel Wein oder besser gesagt ausschließlich Wein angebaut wird.





Folgt man diesem Tal gelangt man irgendwann zum Abzweig "Kitzeck im Sausal" und das sollte auch das erste Etappenziel sein. Das kleine Dorf Kitzeck ist der höchst gelegene Weinanbauort in Europa und befindet sich nahe der steirischen Stadt Leibnitz.



Die Weinreben gedeihen dort auf steilen Hängen auf geschätzten 130 Hektar Land. Der Ertrag den die vielen Reben bringen, kann vor Ort in unzähligen beschaulichen Buschenschänken und Gastronomiebetrieben verkostet werden.





Geografisch wird Kitzeck im Sausal von der Koralpe (Westen), der ungarischen Tiefebene (Osten), von
Gebirgszügen der Obersteiermark (Norden) und vom Poßruck an der Grenze zu Slowenien umgeben.


Wahrzeichen der Weinbaugebiete in der Steiermark und nahezu auf jeden Hügel zu finden, ist der aus Holz errichtet "Klapotetz" (slowenisch von "Klappern").
Er besteht aus einen Windrad mit einer Welle und Schlägel die rhytmisches Geklapper erzeugen wenn sich das Rad im Wind dreht. Er soll durch die lauten Geräusche sämtliche Vögel fernhalten die der Ernte frühzeitig zusetzen könnten.


Wer mag lauscht den Klängen des Klapotetz in diesem Video:


Die kleine Gemeinde verfügt auch über eine besonders schöne Kirche die auf der höchsten Erhebung thront.


  Die "Pfarrkirche Schmerzhafte Maria" ist eine Filialkirche aus dem Jahr um 1640





Geschmückt wird der Kircheninnenraum von wunderschönen handgemalenen Glasfenstern.



Gegenüber der Kirche befindet sich ein schönes altes Haus in dem die Grund- und Hauptschule von Kitzeck untergebracht ist. Begrüßt werden die Schüler von einer tollen Malerei an der Außenfassade.


Nach Erkundung der Sehenswürdigkeiten und der Umgebung geht unsere Fahrt weiter auf den nahe gelegenen Demmerkogel, auf dem der zweitgrößte Klapotetz der Welt steht mit 16 Meter Höhe und 6 Tonnen. Seine 8 Klöppel sind aus Akazienholz gefertigt, das Klangwerk aus Kirschholz und die Federn aus Fichtenholz.

EIne alte aber kaum noch aufrechte Tradition besagt, dass die Klapotetze nicht das ganze Jahr über in den Weinbergen zu finden sein sollen. Nach alter Überlieferung wurden sie zu Jakobi (25. Juli) aufgestellt und zu Allerheiligen oder zu Martini (11.November) wieder abgebaut. Heutzutage macht sich aber niemand mehr die Arbeit des Auf-& Abbauens - bringt doch die Bewirtschaftung der Weinberge schon genug Arbeit mit sich.





Hier reicht unser Ausblick bis zur Theresienhöhe mit der kleinen Kapelle.




Bis weit nach Ortsende sind noch immer die Geländer neben dem Fußgängerweg mit Blumen geschmückt, sehr schön anzusehen - aber wer hier wohl der/die Glückliche ist und die Gießkannen Hunderte Meter weit schleppen darf??? *gg*




Nach einer ausgiebigen Mittagspause und ein paar Dörfer weiter, durch die wir teilweise nur durchgefahren sind haben wir die Freiheitsstatue made in Styria in der Gemeinde Wies vorgefunden.
Sie ist aus Reben- & Eichenholz geschnitzt, ist ca 2,20 Meter hoch und wiegt 450 Kilogramm






Außerdem findet man in jedem Ort in den man kommt aufwändig verzierte und geschnitzte Maibäume, eine Tradition die mir bisher unbekannt war, denn bei uns in Kärnten stehen nur die kahl abgeschälten Baumstämme. Da gefällt mir so ein Kunstwerk schon viel besser :-)





Um den Rahmen nicht zu sprengen und Euch nicht mit weiteren Bilder zu überrumpeln endet hier nun der Ausflug den ihr mit mir gemacht habt :-)

Ein letzter Blick auf den südlichsten Teil unseres Lavanttales im Bereich der Gemeinde Lavamünd konnten wir auf unserem Heimweg erhaschen, der ausgehend von Eibiswald auf die Soboth nach Kärnten geführt hat.




Und wer kann mir sagen welcher Fluss sich da noch ins Bild geschlichen hat, der Lavamünd im November des Vorjahres ähnlich aussehen lies wie im Momente viele Teile in Österreich?


(Quelle: Kleine Zeitung)






Wenn das Wetter sich endlich wieder einmal von seiner schönen Seite zeigen wird, stehen noch mehr solcher Ausflüge am Programm und natürlich nehme ich Euch dann gerne wieder mit auf die Reise :-)

Habt noch eine feine möglichst trockene Woche, bis bald

Eure Farbenzauberin


Kommentare:

  1. Liebe Farbenzauberin ich freue mich von Dir zu lesen. Herliche Fotos von einem schönen Ausflug hast Du mitgebracht.
    Ja das Hochwasser im Süden und Osten ist echt schlimm. Mir tun die Menschen leid, haben Jahre geschuftet um alles wieder in Ordnung zu kriegen nach dem letzten Hochwaseer und nun das.
    Denke auf dem Foto ist die Drau.

    Liebe Grüße
    Angelika

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  2. Wunderbare Aufnahmen. Ich freu mich immer von dir zu lesen und deine wunderbaren Fotos anzuschauen.

    Liebste Grüße zu dir :-)

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  3. Hast Recht gehabt, dass du einen Ausflug unternommen hast in sommerliche Gefilde und wir dürfen uns nun an deinen tollen Fotos erfreuen.

    Diese Hochwasserkatastrophen sind mehr als schlimm und die Menschen sind wirklich zu bedauern. Kaum haben manche die letzte Katastrophe halbwegs überwunden, stehen sie nun schon wieder vor dem Nichts, einfach schlimm. :-)


    Liebe Grüße
    Christa

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  4. wunderschöne Fotos von einem tollen Ausflug :)
    Wünsche dir einen erholsamen Donnerstag,
    liebe Grüsse Babs

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